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EU - Zuschüsse für Unternehmen - eine nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung


Polnische Unternehmen können sich um eine finanzielle Unterstützung der Europäischen Union bewerben, u.a. für folgende Zwecke:
1) neue Investitionen (z.B. Einkauf von Maschinen, Transportmitteln, Computergeräten),
2) Ausübung einer Exporttätigkeit (z.B. Teilnahme an Messen im Ausland, sowie Produktwerbung auf allen Märkten der Welt)*,
3) Einführung der Zertifikate und Qualitätszeichen,
4) Bildung neuer Arbeitsplätze.

 

Öffentlich-Private Partnerschaft in Polen

Polnische Regierung hat den Vertrag über die Öffentlich-Private Partnerschaft abgeschlossen. Solche rechtlichen Grundlagen sollen den Anteil von Privatinvestoren in den Infrastrukturprojekten vergrößern. Die Partnerschaft soll Durchführung von zahlreichen öffentlichen Aufgaben unterstützen und  positiv die öffentlichen Interessen beeinflussen.

Das Hauptziel der neuen Abkommen ist Kennzeichnen der deutlichen Herausforderungen für die Subjekte, die in Rahmen solcher Formel ihre Unternehmen realisieren. Die geltenden Abkommen vom 2005 wurden in Bezug auf die komplizierten Einführungsprozeduren und infolge vom Mangel an Vorschriften, die Interesse beider Seiten sichern, stark kritisiert.
Die wichtigsten Veränderungen waren vor allem mit folgenden Elementen ergänzt wie  Sicherung der Interessen beider Seiten und Einteilung des Risikos zwischen den beiden Partnern.

Außerdem wurde Umfang der durchgeführten Unternehmen um die Bauinvestitionen, Sanierung, wissenschaftliche Forschung und die Unternehmen im Bereich der Bildung erweitert. Zu den öffentlichen Subjekten wurden auch die staatlichen und lokalen Subjekte, Banken und ausländische Subjekte eingezählt. 
Die Implementierung von Öffentlich-Private Partnerschaft soll die Investitionsprozesse und die Finanzierung aus anderen Finanzquellen als öffentliche Mittel einführen. Die Kosten der Projektrealisation im Rahmen der Partnerschaft können dank der Ausnutzung von EU-Mittel reduziert werden, vor allem dank der Ausnutzung von EU-Fördermittel.

 

Umfangreiche Investitionen in Polens Infrastruktur
Ausbau von Straßen und Flughäfen / Chancen für ausländische Firmen im Wasserbau


Mit umfangreicher Unterstützung durch die EU treibt Polen den Ausbau seiner Infrastruktur voran. Besonders hohe Summen fließen in den kommenden Jahren in Kanalisation und Kläranlagen, da das Land bis 2015 EU-Standards erfüllen muss. Auch Autobahnen und Eisenbahnstrecken werden weiter ausgebaut beziehungsweise modernisiert. Die Flughafenkapazitäten werden erweitert. Mehrere Regionalflughäfen sollen neu errichtet werden. Im Energiebereich ist unter anderem der Bau einer Hafenanlage für Flüssiggas geplant.

Der Umweltschutz gewinnt in Polen immer mehr an Bedeutung. Die EU-Zuschüsse für Investitionen in diesem Bereich erhöhen sich ab 2007 auf jährlich 1 Mrd. Euro. Die Gemeinden können sich um Mittel aus dem Kohäsionsfonds bemühen, die in starkem Maße in die Wasserwirtschaft fließen. Polen muss ab 2015 die EU-Standards erfüllen. Bis dahin finden noch einige Übergangsregelungen Anwendung. Nach Schätzung von Fachleuten sind noch Investitionen von rund 40 Mrd. Zloty (etwa 10,3 Mrd. Euro; 1 Euro = etwa 3,89 Zl) erforderlich. Den Großteil der Mittel stellt die EU bereit; etwa ein Drittel der Kosten müssen außerdem im Rahmen der Kofinanzierung Gemeinden und Wasserwerke übernehmen. Da die Gemeinden meist nicht über die nötigen Eigenmittel verfügen, müssen sie Kapital zur Durchführung der Projekte generieren. Außer dem Gewinnen privater Partner, etwa im Rahmen von Public Private Partnerships (PPP), bleibt ihnen dabei die Aufnahme von Krediten oder die Emission von speziellen Obligationen.

Quelle: Warschau (bfai)

 

Polens Baubranche im Aufschwung
Deutsches Know-how bei aufwendigen Vorhaben gefragt / Aussichten weiterhin günstig


Die polnische Baubranche befindet sich im Aufschwung. Am deutlichsten fallen die Zuwächse im Nichtwohnungsbereich aus, wo weitere Infrastruktur-, Umweltschutz- und Industrieprojekte anstehen. Experten erwarten auch in den kommenden Jahren Zuwächse von durchschnittlich etwa 8% pro Jahr. Bei Renovierungen besteht insbesondere Bedarf an sanitären Einrichtungen und Heizungsanlagen. Deutsches Know-how, Ausrüstungen und Baubedarf sind insbesondere bei technisch komplexeren Vorhaben gefragt.

Die ganz überwiegende Mehrheit der Baufirmen ist klein. Die Rechtsform einer Handelsgesellschaft hatten Ende 2006 laut GUS 25.296 von ihnen, die einer Genossenschaft 931 und die eines Staatsunternehmens 151. Von den internationalen Baukonzernen sind zum Beispiel Strabag, Hochtief sowie das schwedische Unternehmen Skanska in Polen stark engagiert. Da das Land eine starke eigene Bauwirtschaft hat, bleiben den ausländischen Konzernen eher Nischenprojekte, für die eine besondere Technologie oder ein spezielles Know-how benötigt wird. Über diese verfügt Polen im Bereich der Wasserwirtschaft mit seinen Hydrobudowa- und anderen Unternehmen in starkem Maße selbst.Im Jahr 2006 wurden fast 140.000 öffentliche Ausschreibungen getätigt, die die Bauwirtschaft betrafen (2005: 88.500). Das waren laut der Telefoniczna Agencja Informacyjna (TAI) über die Hälfte aller öffentlichen Ausschreibungen (58%). Die meisten Bauprojekte betrafen den Bereich Straßen (26%), gefolgt von der Elektroenergie (16%), der Wasserwirtschaft und Kanalisationssystemen (15%), allgemeinen Leistungen und Innenausbau (12%), der Wärmeenergie und Gaswirtschaft (7%) und anderen. Über den Gesamtwert 2006 der öffentlichen Ausschreibungen, die die Bauwirtschaft betrafen, macht der UZP noch keine Angaben; 2005 lag er bei etwa 24 Mrd. Zl.

Im 3. Quartal 2006 bezogen sich etwa 37.000 Ausschreibungen auf das Baugewerbe. Davon wurden drei Viertel im Internet bekannt gegeben, die übrigen in der Presse oder in Bulletins. Führend war die Wojewodschaft Kleinpolen mit rund 4.500 ausgeschriebenen Bauprojekten vor Masowien (4.300), Schlesien (4.000), Niederschlesien (3.400), Großpolen (3.000) und anderen.

Quelle: bfai